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NEU im Buchhandel - ab 1. Oktober 2011: Zu stupid um eine Klimaänderung
und A. Ein- und Anleitung zum Klimamachen
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Abb. A-1; Berlin Tempelhof, T°C ab 1880 |
Abb. A-2; Stockholm, T°C ab 1880 |
Dabei gibt es jede Menge Anzeichen für einen Zusammenhang zwischen dem Seekrieg und den drei extremen Kriegswintern. Beobachtungen von Regen, Wind und Temperaturen, sowie vom Verlauf der Eisbildung in der Ostsee geben deutliche Hinweise. Es kam zur ersten Vollvereisung seit 1883 und die Temperaturen stürzten dort besonders tief, wo auch der Seekrieg am intensivsten geführt wurde. Der „Seekriegseffekt“ ist im Winter deutlicher zu erkennen, da die Meere und Seen nördlich des Englischen Kanals dann keine Energie speichern, sondern nur noch an die Atmosphäre abgeben. Der Einfluss der Sonne ist also gering, der der Meere dagegen groß.
Eigentlich müssten die Auswirkungen der Meeresnutzung auf Wetter und Klima längst erforscht sein. Eine gründliche Analyse der Wirkung der beiden Seekriege des 1. & 2. Weltkrieges hätte dazu wichtige Erkenntnisse beitragen können. Es stehen nicht nur die meteorologischen Daten der drei Extremwinter 1939/40 bis 1941/42 und der vier Jahre Seekrieg im Atlantik und Pazifik zur Verfügung, sondern es gibt auch Vergleichsmöglichkeiten mit dem 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918. Es kann nicht sein, dass die Klimawissenschaft Beobachtungen, die schon vor 70 Jahren gemacht wurden, ignoriert. Hier zwei Beispiele:
__Drummond
(1943): „Seit Beginn der vergleichenden Beobachtungen im Jahr 1871
hat es nur drei aufeinanderfolgende Winter gegeben (1939/1940,
1940/1941 und 1941/1942), die so schneereich waren wie diese, nämlich
1915/1916, 1916/1917 und 1917/1918“.
__C. J. Östmann (1941): „Äußerst selten sind zwei schwere
Eiswinter unmittelbar aufeinander gefolgt − seit
dem Jahr 1870, als die regelmäßigen Eisbeobachtungen in Schweden
begannen. Außer bei den beiden letzten Wintern -1939/40 und 1940/41-
ist dies nur noch 1915/16 und 1916/17 der Fall.“
Was hätte Herr Östmann gesagt, wenn er für den schwedischen Wetterdienst auch den nächsten Bericht, nämlich über den Eiswinter 1941/42, geschrieben hätte? Das übernahm der bereits genannte G. H. Lilijequist, der feststellte, dass der dritte Kriegswinter noch kälter war als die vorausgegangenen beiden; für Stockholm gar der kälteste seit 1756. Dies könnte mit „Barbarossa“, dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941, in Zusammenhang stehen. Dort kämpften die deutsche Kriegsmarine und die sowjetische Baltische Flotte um die Vorherrschaft, was zu einer hohen Belastung der östlichen Ostsee führte. Erst Anfang 1942 unterband die Vereisung der Ostsee weitere Kämpfe auf See.
Fakten und Zusammenhänge gibt es also reichlich: Die ersten drei Extremwinter in Europa, die drei Dekaden andauernde globale Abkühlung nach Pearl Harbor u. v. m. Hier soll keine Seekriegsgeschichte geschrieben, sondern nachgewiesen werden, dass die Ozeane und Meere der Schlüssel zum Verständnis des Klimas und zur Minimierung anthropogener Klimaveränderung sind. Wenn bereits vier Monate Seekrieg (vom 1. September bis 31. Dezember 1939) reichen, um einen Extremwinter zu verursachen, dann ist dies ein deutliches Zeichen und sollte zu gründlichen Nachforschungen motivieren. Die Allgemeinheit hat einen Anspruch auf Aufklärung und jedes Recht, diese von der Wissenschaft, wie der Staatengemeinschaft einzufordern, denn:
Klima ist die Fortsetzung der Meere mit anderen Mitteln.
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Im nächsten Abschnitt (A2) werden die Temperatur-Trends von 1880 bis 2005 in europäischen Ländern präsentiert. |
Abbildung: A-3a
Letzter Beitrag:
Klimaforschung mit Winter 1941/42 leicht gemacht.
28 Juli 2001; http://www.ozeanklima.de/Archiv/juli_11.html