Entdeckt die Klimaforschung die Meere?
Oder Der SPIEGEL?
Beitrag vom 26. September 2010
Die globale Abkühlung von
1940 bis in die Mitte der 1970er Jahre wurde bisher selten,
wenn überhaupt, mit dem Meer in Verbindung gebracht. Ein
Aufsatz in NATURE,
22. August 2010, änderte das.
Laut der Autoren Thompson et al. machte Anfang der
siebziger Jahre die Klimaerwärmung eine Pause und die
Welttemperatur fiel von 1968 bis 1972. In den Nature-News der gleichen
Ausgabe (Vol. 467) schrieb Quirin Schiermeier:
„Ein drei-zehntel Grad scheint nur ein kleine Abkühlung zu
sein – aber, für Klimaforscher ist die Entdeckung, daß
eine große Fläche des Ozeans (im Nord Atlantik) sich um 0,3°C
innerhalb von wenigen Jahren um das Jahr 1970 abkühlte, ist
eine kleine Sensation“.
Die
„kleine Sensation“ veranlasste möglicherweise auch den
SPIEGEL sich des neuen Themas bereits am 24 September in einem
Spiegel-Online-Report
anzunehmen. Der Titel lautet: „Meereskälte soll Klimawende
ausgelöst haben“ und ist von Axel Bojanowski. Hier
einige Textauszüge (kursive) mit kurzen Anmerkungen von „ozeanklima.de“.
____ SPIEGEL: Rätselhafter
Kälterückfall: In den siebziger Jahren legte die Erwärmung
eine Pause ein. Klimasimulationen machten Schwefelwolken
verantwortlich. Doch nun zeigt sich, dass Ozeane den
Temperatureinbruch ausgelöst haben könnten - sie kühlten
1968 rapide ab.
Anmerkung “ozeanklima.de ” Es ist
unbestritten, dass es im letzten Jahrhundert eine globale Abkühlung
über eine Periode von mehr als drei Dekaden gab und das diese
bereits in den frühen 1940er begann. Für Europe lässt sich
nachweisen, dass die Abkühlung mit dem 2. Weltkrieg begann
und dafür der Seekrieg ursächlich ist.
Betr.: Winter
1939/40 HIER in PDF 3,5 MB;
Betr.: WWI &
WWII, HIER
___
SPIEGEL: Anfang
der siebziger Jahre machte die Klimaerwärmung Pause und die
Welttemperatur fiel einige Jahre lang. Forscher erklärten die
Abkühlung damit, dass Fabriken vermehrt Schwefeltröpfchen
ausgestoßen hatten: .......Jetzt stellt sich heraus: Die
Theorie ist unvollständig. Eine plötzliche Abkühlung der
Ozeane auf der Nordhalbkugel habe entscheidend zum Fallen der
Lufttemperaturen beigetragen,........ Das Phänomen war bisher
übersehen worden.....
Anmerkung
“ozeanklima.de“: Das diese Aspekt übersehen wurde
ist tragisch, denn das bedeutet über 20 Jahre nutzlose
Klimaforschung. Damit das nicht passiert wurde schon vor zwei
Dutzend Jahren vorgeschlagen KLIMA als die Fortsetzung
der Meere zu definieren, u.a. in einem Letter
to Nature (1992) DOC - und in
PDF HIER.
___ SPIEGEL: Die Wissenschaftler um John Wallace von der
University of Washington haben Temperaturdaten der Meere
analysiert und eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Von 1968
bis 1972 fielen die Meerestemperaturen auf der Nordhalbkugel
um 0,3 Grad Celsius - eine erhebliche Abkühlung angesichts
der betroffenen Wasserschicht von mehreren hundert Metern: Den
Ozeanen wurde eine gigantische Energiemenge entzogen.
Vor allem, dass die Kühlung so plötzlich kam, sei überraschend,
betonen die Forscher.
Anmerkung
“ozeanklima.de“
Vermutlich können die Forscher nicht den gerignsten Nachweis
für ihre Behauptung liefern, dass dem Meer große
Energiemengen entzogen wurden. Da die
Meeresdurchschnittstemperatur bei unter 4°C liegt, ist eine
Abkühlung der oberen Meeresschicht kurzfristig und nachhaltig
möglich.
___
SPIEGEL: Möglicherweise lässt sich der ozeanische
Temperatursturz mit einem anderen Mysterium erklären, das die
Wissenschaft seit geraumer Zeit bewegt: Von 1968 bis 1982
trieb ein riesiger Fladen salzarmen Wassers im Nordatlantik.
....... Das derzeit diskutierte Szenario wäre etwa
folgendermaßen abgelaufen: Von Grönlands Gletschern stürzt
Ende der sechziger Jahre vermehrt Schmelzwasser in den
Nordatlantik und legt sich wie ein Deckel aufs Meer. .... Zum
einen kühlt das Schmelzwasser von selbst das Meer. Zum
anderen hemmt es den Golfstrom, der warmes Wasser aus den
Tropen in den Norden schwemmt. Die Folge: Auch die Luft kühlt
ab.
Anmerkung
“ozeanklima.de“:
Es überzeugt wenig sich so eine kurze Zeitspanne aus einer 30
Jahre Kaltperiode herauszugreifen und von einer ‚speziellen
Warmphase’ auf Grönland ist auch wenig bekannt, wie auch
die Ausführungen nur schwerlich in Einklang gebacht werden können,
mit Berichten in den frühen 1970er Jahren, wonach eine
globale Ankühlung unmittelbar bevorsteht; z.B. The New York
Times, 1975, “A Major Cooling Widely Considered to Be
Inevitable.”
Immerhin,
ein Anfang ist gemacht, und das der SPIEGEL seinen Beicht mit dem Satz schließt:
„Die neue Studie hat gezeigt: Der Einfluss der Ozeane
ist größer als angenommen.“
macht Hoffung, dass den Ozeanen von nun an mehr und
nachhaltigeres Interesse entgegengebracht wird.
A-Bernarts/26Sept.2010
Die früheren Themen
Original Text (Fn.2) : Three-tenths of a degree may
seem a small dip — but, for climate researchers, the discovery that a
large patch of the ocean cooled by 0.3 °C within a few years around 1970 is
a small sensation.