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Auf ein Wort:
zu den Worten "Wetter" und "Klima".

Hier versagt die Wissenschaft.
Übernommen von: whatisclimate , 09 Feb. 2011/rev.:30 Juli 2011

Die Worte Wetter und Klima stammen aus der Laiensprache und beschreiben eher Eindrücke, Beobachtungen bzw. Erwartungen, die ein Mensch bezüglich der Atmosphäre hat.  Sein Wetterbild kann aus einer oder mehreren Komponenten, wie zum Beispiel Temperatur, Wolken und Niederschlag bestehen und vermutlich bis zu zweihundert oder mehr Klassifikationen und Erklärungen umfassen. Da die Lebensbedingungen  jedes Menschen von der Geburt bis zum Tode vom Wetter und den klimatischen Bedingungen abhängen, die sein tägliches Leben prägen, haben beide Worte eine starke emotionale Komponente. Für den Laien sind die zu beschreibenden Wetterkomponenten keine feststehenden Größen, sondern variieren nach Bedarf und Stimmung. Sie können von einem Menschen zum anderen oder von einem Tag auf den anderen sehr unterschiedlich interpretiert werden.

 

Der Aspekt der ‚flexiblen Betrachtungsweise’  wird im Glossar der Amerikanischen Meteorologischen Gesellschaft (AMS) aufgegriffen: "Das Wetter ist der Zustand der Atmosphäre, wie er sich insbesondere auf das menschliche Leben und seine Aktivitäten auswirkt".  Der Text ist inhaltslos, er erklärt nichts und ist für wissenschaftliches Arbeiten ohne Wert. Es ist unsinnige Tautologie, denn jeder Zustand der Atmosphäre wirkt auf menschliches Leben. Mit dem Verweis auf „das Wetter“ wird nichts genauer erklärt.

 

Unter Laien machen die Worte Wetter und Klima Sinn. Sie jedoch in der Wissenschaft zu nutzen, ohne sinnvolle und praktikable Definitionen zu verwenden, ist naiv und unprofessionell. Grundlage jeder wissenschaftlichen Ausbildung ist, dass wissenschaftliche Arbeiten zum besseren Verständnis ihres Themas beitragen, eine präzise Sprache und genaue Definitionen sind dafür von grundlegender Bedeutung. Daher ist es völlig inakzeptabel, dass die Wissenschaft hier weder in der Lage noch bereit zu sein scheint, mit rationalen und sachdienlichen Definitionen zu arbeiten, sondern sich mit Bezeichnungen aus der Alltagssprache begnügt.

 

In der Wissenschaft wird Klima, wie von Laien, als das durchschnittliche bzw. über einen längeren Zeitraum statistisch erfasste Wetter definiert. Wie bereits erwähnt umfasst "Wetter" viele Dutzend, wenn nicht Hunderte von Begriffen und Beschreibungen. Wenn die  Wissenschaft also vom „Wetter“ (bzw. durchschnittlichem Wetter = Klima) spricht, gebraucht sie einen äußerst ungenau definierten  Begriff, der die akademischen Anforderungen nicht erfüllt. Auch wenn man z. B. Von „Regenwetter“ spricht, ist ein Phänomen allein (Regen, Windstärke, Temperatur, Kumuluswolken, Blitz) nicht "das Wetter". Auch eine Kombination von mehreren Komponenten, ergibt noch kein Wetter, sondern beschreibt nur einige seiner Komponenten. Das gilt gleichermaßen für das "Klima". Als wissenschaftliche Begriffe sind die Worte "Wetter" und "Klima" daher unbrauchbar.

 

Dieser Unsinn hat sogar den Weg in das für den Schutz der Atmosphäre maßgebliche Übereinkommen gefunden. Das UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen (1992), definiert in seinem Text weder "Wetter", noch "Klima". Trotzdem wird der Begriff  "Klima" im Titel des Übereinkommens verwendet, sowie um die folgenden Begriffe zu definieren:

  • · Nach Artikel 1, Abs. 2, bedeuten "Klimaänderungen" Änderungen des Klimas, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern, und zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommen.
  • · Nach Artikel 1, Abs. 3, bedeutet "Klimasystem" die Gesamtheit der Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und Geosphäre sowie deren Wechselwirkungen.

 

Es ist unzureichend, wenn gesagt wird, „Klimaänderung“ bedeute: Änderung des Klimas. Die Definition des "Klimasystems" trägt kaum zur Verständlichkeit bei, denn dort wird nur generell auf die „Natur“ hingewiesen.


Nach diesen Erläuterungen ist die wissenschaftliche Terminologie zu Schlüsselbegriffen der Klimadiskussion als inhaltslos und nicht verwendbar einzustufen, jedenfalls was die öffentliche und politische Debatte betrifft. Wenn die Wissenschaft meint, einen Anstieg der Temperaturen, die Zunahme von Stürmen oder Ähnliches nachweisen zu können, dann möge sie darüber sprechen. Dies aber zugleich als Klima und Klimawandel zu bezeichnen, ist ungenau und unverantwortlich.