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Die Welt, April 1994

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Die Welt, März 1994

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Süddeutsche Zeitung 1994

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Hansa, 1993

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GKSS, Vortrag, 1992
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Recht der Intern.ationalen Wirtschaft  1991

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GKSS, Vortrag, 1988

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Atlantic SST, 1998

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Pacon, ITLOS, 1997

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Peace to Ocean, 1996

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Sea Law Inst., 1994

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Peace to Ocean, 1994

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LOS, 1994

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LOS, 1993

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Climate, GKSS, 1992

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Nature, Letter, 1992

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‚Wetter‘ und ‚Klima‘  sind Begriffe aus der Laiensphäre.
Bisher hat die Wissenschaft versagt sie zu definieren.

Sie belügt sich damit selbst und die Öffentlichkeit.

Hamburg, 07. Juli 2019, Dr. Arnd Bernaerts

Schon vor 350 Jahren sagte der englische Philosoph John Locke: Das Erreichen des menschlichen Wissens ist oft behindert durch die Verwendung von Wörtern ohne feste Bedeutung. Das ist jetzt in der sog. Klimadebatte der Fall. Die Wissenschaft verwendet Laienbegriffe, die für wissenschaftliches Arbeiten völlig unbrauchbar sind. Damit belügt sie sich selbst und täuscht der Politik und Öffentlichkeit vor, dass sie versteht, worüber sie spricht, nämlich Wetter und Klima. Das hat dramatische Konsequenzen, wie die Schüler-Demonstrationen an  vielen Freitagen in den vergangenen Monaten zeigen. Keiner bestreitet ernsthaft, dass die Lufttemperaturen in den letzten 150 Jahren gestiegen sind. Das kann man generell unter „globaler Erwärmung“ zusammenfassen, wenn man großzügig die beiden großen Temperaturänderungen von 1918-1939 (verstärkte Erwärmung) und 1940 bis 1975 (starke Abkühlung) einfach ignoriert.  Aber Temperaturänderungen und Klimaänderungen sind nicht dasselbe. Zwischen Laien-Wetter und dem, was die Wissenschaft darunter versteht, liegen Welten. Dazu ein Überblick in den unten folgenden Kästen.

Dass Wissenschaft und Politik diese unhaltbare Situation überwiegend alleine unter sich ausmachten, ist seit langem eine unerfreuliche Geschichte. Nun wird sie dramatisch, wenn sich die Inkompetenz der Wissenschaft auf die Jugend erstreckt. Man lässt sie über Klima reden, obwohl die Wissenschaft es nicht besser erklären kann als ein Laie. Mehr noch, 23.000 Wissenschaftler unterstützen die Anstrengungen der 16-jährigen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg zum Klimaschutz und der von ihr initiierten Fridays for Future (FFF) Bewegung, denn damit helfen die demonstrierenden Schüler der Wissenschaft, ein so abstraktes und scheinbar weit entferntes Problem wie den Klimawandel in ein Narrativ zu verpacken, berichtete die FAZ im März 2019. Einige scheuten sich nicht zu sagen: Wir sind die Profis und: "Die junge Generation hat recht“, wie Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. “Die Klima-Profis sind klar auf Seiten der Schüler! Die Schüler gehen auf die Straße, weil die Politiker trotz schöner Worte die Klimaziele verfehlen”, schreibt auch der Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

Das ist unverantwortlich. Die inkompetente Nutzung von Laienbegriffen muss schnellstens gründlich diskutiert und revidiert werden. Die Wissenschaft muss zeigen, dass sie in der Lage ist zu definieren, wovon sie spricht und behauptet etwas zu verstehen. Die „Verwendung von Wörtern ohne feste Bedeutung“ in der Umweltforschung muss ein Ende finden.

Für den LAIEN ist seit je

Die Wissenschaft definiert

Wetter

Klima

Wetter

Klima

 

Wetter ist eine persönliche Bewertung jeder Person, über den Zustand der Atmosphäre, in seinen vielen Erscheinungsformen, zu einem bestimmten Zeitpunkt, üblicherweise zur aktuellen Situation oder in zeitlicher Nähe.

 

Klima ist die imaginäre Vorstellung jeder einzelnen Person, vom möglichen Zustand der Atmosphäre, an einem Ort oder in einer Region, über einen kurzen oder längeren Zeitraum, der sich auf eigne Erfahrung oder Erzählung anderer oder z.B. aus Reiseführern  ergibt.

 

Wetter besteht aus  100 möglichen Kategorien, die in Zahlen erfasst werden können oder erfasst worden sind*).

*)  American Meteorological Society-Glossary; das IPCC-Glossary hat keine.  

 

Klima ist das ‚durchschnittliche Wetter‘ oder die statistische Erfassung relevanter Wetter-Kategorien, die sich über einen Zeitraum von Monaten bis zu Millionen von Jahren erstrecken*).

 *) Intergouvernemental Panel on Climate Change  - IPCC  Glossary, SR1., 2018

Anmerkung:

Eine numerische Bewertung von erlangten Ergebnissen hat mit dem aktuellen oder zurückliegenden Erscheinungsbild der Atmosphäre nichts mehr gemein, sondern ist nur noch ein abstraktes Instrument, um Zustände oder Trends von Wetterkategorien bewerten zu können. 

Einmal eine Statistik – immer eine Statistik

Erstellt von Dr. Arnd Bernaerts, Juli 2019

 Nachstehend die englischen Originaltexte in den IPCC & AMS Glossars


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Seit 30 Jahren wurde viel über Klima geredet, aber die Meere und das Seerechtsübereinkommen
(SRÜ von 1982) ignoriert!

Beitrag: 17 Juni 2019

In einem Vortrag am 4 Dezember 1992 im GKSS-Kolloquium des GKSS-Forschungszentrum Geesthacht, (seit dem 1. November 2010 heißt es Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH), setzte sich Dr. Arnd Bernaerts unter dem Titel:

 Voraussetzungen für den globalen Klimaschutz
aus der Sicht eines Nautikers und Juristen

mit dem Stand der Klimaforschung mit Bezug zum Meer und dem Seerechtsübereinkommen von 1982 auseinander. Die schriftliche Ausarbeitung von 42 Seiten wurden in den „Schriften des Vereins der Freunde und Förderer des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht e.V. Heft 4. 1992, ISSN 0934-9804) veröffentlicht und ist hier zugänglich in: 

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        In Englisch hier: http://www.whatisclimate.com/conditions-for-the-protection-of-the-global-climate.html

Schon damals, im Jahr 1992 als in Rio de Janeiro das Klimaabkommen (United Nation Framework Convention on Climate Change – FCCC) beschlossen wurde, kam der Vortrag zu dem Ergebnis,

…..dass das Klimaübereinkommen nicht erkennen lässt, dass es die der Klimaproblematik zugrunde liegenden Merkmale erfasst, als einziger konkreter Ansatzpunkt sind die Treibhausgasemissionen genannt worden, insoweit sind konkrete (wenn auch noch nicht verpflichtende) Maßnahmen zur Emissionsvermeidung geregelt worden. (Seite 20, siehe dazu Seite 18-20.

Dieser Feststellung vorausgegangen war eine ‚praktische Analyse‘ der Meeresforschung seit dem 19. Jahrhundert (Seite 1-18), unter anderem mit folgenden Feststellungen:

Dazu bedarf es aber vorrangig des Verständnisses, dass das Klima die Fortsetzung der Ozeane mit anderen Mitteln ist und diese darüber entscheiden, wie sich die Auswirkungen der Zivilisations- und Industriegesellschaft klimatisch bemerkbar machen werden. (Seite 18)

Der für den Schutz des Klimas relevante Sachverhalt steht in engem Zusammenhang mit den Meeren. Weder in der Vergangenheit noch während der jüngsten Klimadiskussion ist dies Kriterium mit hinreichender Klarheit und Verständlichkeit herausgearbeitet worden. Dadurch wurde versäumt, sich auf den wesentlichen Kern der Klimaproblematik zu konzentrieren und die erforderlichen Kräfte zu mobilisieren sowie die knappen wissenschaftlichen und monetären Ressourcen auf das zentrale Problem zu lenken. (Seite 18)

Im Hinblick auf die Klimarelevanz der Meere reicht es nicht. daß auch einige zielgerichtete Meeresforschungsprogramme initiiert wurden[87]. Um gute praktische und juristische Strategien zu entwickeln und erfolgreich durchzuführen, bedarf es vorrangig der Erkenntnis und des Verständnisses, daß Klimaforschung und Klimaschutz synonym zu Meeresforschung und Meeresschutz sind.(Seite 18)

Nach einer ausführlichen Darstellung im Kapitel „C. Regelwerke für das Klima“ (Seite 18-24) wendet sich der Vortag dem Seerechtsübereinkommen von 1982 (SRÜ) zu, mit der Feststellung; dass

Obwohl das 1982er Seerechtsübereinkommen keinen Hinweis auf einen klimabezogenen Tatbestand enthält, ist in diesem Übereinkommen der Sachverhalt klar bestimmt, und es ist vielleicht schon deshalb das bei weitem bedeutendste Rechtsinstrument, um sich des Schutzes des Klimas anzunehmen und die Staatengemeinschaft in diese Aufgabe effizient einzubeziehen.  (Seite 24)

Mit der Einleitung Kein Klima ohne das Meere“ befasst sich der Vortag auf den Seiten 24-32 mit dem SRÜ, um im Kapitel „D. Schlussbetrachtung“ u.a. folgendes zum Ausdruck zu bringen:

Manche Lücke oder Übertreibung in der bisherigen Klimadiskussion wurde gerechtfertigt mit dem Hinweis, dass schnelles Handeln erforderlich sei. Die Reputation und Gewichtigkeit der Wissenschaft stieg von Konferenz zu Konferenz und von Presseartikel zu Presseartikel. Das Meer war nur insoweit prominent vertreten, als es mit einem Meeresspiegelanstieg als Drohung hilfreich war. Dass die Meere die Ursache des durchschnittlichen Lufttemperaturanstieges sein können, wurde nicht zum Thema gemacht. (Seite30/31)

Für den Schutz des Klimas hätten die interessierten Kreise sehr viel mehr erreichen können. Dafür ist ein starkes Gesetz gerade gut genug. Seit nunmehr 10 Jahren bestand die Möglichkeit, sich zum Schutz des Klimas eines Jahrhundertvertrages im internationalen Recht zu bedienen. Es hätte nur der Feststellung bedurft, dass man das Klima nicht verstehen und nicht schützen kann, wenn man nicht die Meere versteht und schützt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei einem hinreichenden Verständnis und Überblick über den Zustand der Meere bereits heute erkennbar wäre, wohin sich das Klima in den nächsten 10, 50 oder 200 Jahren bewegt. Was nützt es heute, über die Erhöhung der Deiche zu sprechen, wenn morgen eine Abkühlung durch die Meere eintritt und der Meeresspiegel fällt. Um in dieser Frage und Dutzend anderen Fragen, die die Menschheit betreffen, verlässliche Entscheidungshilfen zu erhalten, gibt es nur einen Weg und der heißt, ein Instrumentarium wie das 1982er Seerechtsübereinkommen bald, umfassend und effizient anzuwenden.(Seite31)

Der Vortrag (Seite 31) schließt mit dem Satz:

Bleibt nur zu hoffen, dass alle Befürchtungen hinsichtlich Klimaveränderungen und Klimakatastrophen nur überzogene Ängste waren. Wenn nicht und wenn sich hier Realitäten zeigen, wird eine Seite, die Politik oder die Wissenschaft, erklären müssen, warum wichtige Jahre, die eine Katastrophe vermindert, verhindert oder auf sonstige Weise in ihrer Dramatik hätte ausgleichen können, nicht genutzt wurden.

An die Frankfurter Allgemeine Zeitung / leserbriefe@faz.de zum Artikel: „Dafür gehn wir meilenweit“ von Karsten Fischer und Peter Strohschneider (F.A.Z. vom 21. April)

In FAZ,  25. April 2017, "Briefe an den Herausgeber", Seite 6

Klimawandel ist kein Schwindel

Der  Artikel „Dafür gehn wir meilenweit“ von Karsten Fischer und Peter Strohschneider (F.A.Z. vom 21. April) hat einen  starken Bezug zur Haltung des U.S. Präsidenten zum  Klimawandel. Er, wie viele Republikaner, bezeichnen das Thema als größten Schwindel (greatest hoax)und wollen Forschung und Unterstützung dazu stark einschränken. Das initiierte den Aufruf zum  ‚March of Science“ am Tag der Erde (22.04) und der Aufforderung in der Titelüberschrift: der Dumm- oder Bosheit der Populisten nicht auf den Leim zu gehen. 

Ärgerlich an der ganzen Klimadiskussion ist, dass wissenschaftlicher Populismus am Anfang dieser Debatte steht und dass die Wissenschaft in den 1980er Jahren aufbrach, Politik und Öffentlichkeit vor menschengemachten Klimawandel zu warnen. In diesen weit über 30 Jahren ist sie begriffsunwillig und nicht in der Lage gewesen, in verständlicher Form zu definieren, was Klima ist. Vor 100 Jahren war: Klima das durchschnittliche Wetter und die Zeitspanne von 1901 bis 1930 wurde zur „Klimanormalperiode“ erklärt. Was schon damals fehlte, war eine Erklärung zu: Wetter. Wenn einige Wetterkomponenten für eine statistische Analyse und Tagesgebrauch ausreichend sein mögen, ist dies für eine wissenschaftliche Arbeit unzureichend, denn Wetter besteht aus vielen Dutzend Komponenten.

 

Eine freie Auswahl und Kombination leisten Populismus mit ‚alternativen Fakts‘ (oder: fake news ) Vorschub.  Seit langem wird die Bezugsfrist  nicht mehr verwendet. Inzwischen ist die 30 Jahresfrist durch einen Zeitraum reichend „von Monaten, zu tausenden oder Millionen Jahren“ erweitert worden. Diese aberwitzige Betrachtungsweise wird von allen Klimaorganisationen und Instituten getragen.

 

In dieser Weise das Wort Klima verwenden ist Populismus pur. Es erklärt nichts, es beschreibt nichts und begünstigt, dass alle dazu etwas sagen können, was bei dem Thema Wetter jedem gelingt, denn Wetter ist jedem ein ständiger Begleiter und näher als sein Hemd.  

Die Lage ist ziemlich vertrackt. Klimawandel ist kein Schwindel. Die globalen Temperaturen steigen seit dem Ende der sog. Kleinen Eiszeit um 1850. Damit müssten wir leben, wenn ausgeschlossen ist, dass der Mensch zu der Erwärmung  beiträgt. Die Klimawissenschaft errang Prominenz und enorme Forschungsgelder mit der These, dass der Mensch durch Verbrauch Fossiler Rohstoffe die Erwärmung maßgeblich beeinflusst. Da es jedoch keine wissenschaftlich haltbare Klimadefinition gibt, ist nicht nachvollziehbar welche Annahmen zugrunde liegen. Ansteigende Lufttemperaturen repräsentieren nicht: das Wetter. Damit ist der Ansatz der Klimawissenschaft gefährlich und ärgerlich, dass sie dazu ohne Hemmungen mit nichtssagendem Vokabular auftritt. Leider tun das auch die Republikaner und Donald Trump. Beide Seiten sind unfähig oder unwillig, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie unser globales Klima funktioniert. Dass behindert den anthropogenen Anteil zu ermitteln. Die Logik würde verlangen, beim Wasser zu beginnen. ‘Wasser ist der Treiber der Natur’ sagte schon Leonardo da Vinci.  Da sieht die Atmosphäre alt aus, denn  das Verhältnis zu den  Ozeanen ist 1:1000. 

Dr. Arnd Bernaerts, Hamburg

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Text und alle Fig. auf: http://seatraining.net/e/4_7.html 
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 Offshore Windparks und milde Winter.
Beitrag von Schifffahrt, Fischerei, Windparks etc.
22. Februar 2015 von A. Bernaerts

Der Umrühreffekt

Der laufende Winter  2014/15 ist bisher kein Winter in Nordeuropa (Fig. 1-2). Sind dafür anthropogene Aktivitäten in Küstenmeeren, Nord-und Ostsee mitverantwortlich? Vermutlich ja! Wer den heißen Kaffee umrührt, kühlt ihn. Ende August haben die Seegebiete ihr höchstes Wärmepotential erreicht. Mehrere zehntausend Schiffschrauben durchwühlen die See bis zu einer Tiefe bis zu 15 Metern. In der Nord- und Ostsee sind ständig zig-tausend größere Motorschiffe in See. Mehrere tausend auf dem Meeresgrund aufgestellte oder verankerte Offshore Anlagen bilden einen permanenten Widerstand für die Meeresströmung und Tiden und verwirbeln riesige Wassermengen.( Fig. 3-8) Die Folgen sind wie beim Umrühren einer heißen Suppe. Wärmeres Wasser wird an die Meeresoberfläche gebracht und speist Wärme in die Atmosphäre ein. Die Luft wird wärmer und der Winter milder. Der Zusammenhang ist unübersehbar. Er wird von der Klimaforschung und von Genehmigungsbehörden z.B. für den Bau von Offshore Anlagen nicht erörtert, bzw. berücksichtigt.

Über Wintersaison stärkste Erwärmung

Dabei ist die Ausgangslage für eine Untersuchung sehr eindeutig. In  Europa ist die Durchschnittstemperatur im letzten Jahrhundert  um 0,9 °C angestiegen. In den letzten rund 30 Jahren lag der Erwärmungstrend um rund 0,41 °C pro Dekade deutlich höher als das globale Mittel von + 0,17 °C, wobei die Erwärmung besonders stark  in Zentral- und Nordosteuropa ausgeprägt war, und die Wintertemperaturen stärker angestiegen sind als die Sommertemperaturen (Ref.).              
         Das gilt auch für die Nordseewassertemperaturen, die sich schneller erwärmen als andere Meere, laut einer
Aussage des Alfred Wegner Instituts 2012. Im Jahr 2014 sei mit 11,4°C der höchste Jahresdurchschnitt ermittelt worden und lag um 1,5°C höher als das langfristige Mittel, verlautbarte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie im Februar 2015 („Schiff & Hafen, 2015, S. 56).

Ähnliches wird über die Ostsee berichtet. Sie erwärmte sich pro Dekade um rund 0,03°C stärker als andere Seegebiete. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Ostsee um etwa 0,85 °C wärmer (Ref.). Das hatte unmittelbare Auswirkung auf die Lufttemperaturen, wie DER SPIEGEL schon vor einigen Jahren berichtete: „….die Temperaturen im Ostsee-Raum sind um ein Zehntel Grad mehr gestiegen als auf der gesamten Erde im Durchschnitt…. Die Erwärmung der Luft sei im nördlichen Ostsee-Bereich mit einem Grad stärker gewesen als mit 0,7 Grad im südlichen Bereich.“ Die Differenz zwischen Nord und Süd erklärt sich dadurch, dass die südliche Ostsee flacher ist als die östliche Ostsee, d.h. viel weniger Wasservolumen zur Verfügung steht für die Wärmespeicherung (Sommer) und Wärmeabgabe (Winter). (Fig. 9-13) Die überproportionale Wasser- und Lufterwärmung ist evident. Diese auf den globalen Klimawandel zurückzuführen, ist wenig überzeugend. Wie soll denn der ‚globale Klimawandel‘  gezielt eine höhere Erwärmung dieser Regionalmeere bewirken? Im Gegenteil - Die Frage müsste lauten, was haben die Schifffahrt und Offshore Anlagen zur globalen Erwärmung beigetragen?

Mehr Wärme rein – Mehr Wärme raus.

Wie wichtig das vorhandene Wasservolumen ist, zeigt ein Beispiel aus der Ostsee. So betrug die Zunahme der mittleren Wassertemperatur bei Gotland seit 1993 fast 6°C und um Bornholm herum etwa 8°C (Ref.). Die mittlere Wassertiefe der Ostsee beträgt 52m  (Nordsee 94m) und ist in der südlichen geringer als in der östlichen Ostsee. Zu der markanten  Differenz von zwei Grad kann unterschiedlich hohes Schiffsverkehrsaufkommen beitragen. Laut HELCOM sollen permanent 2000 größere (sizable) Schiffe die Ostsee befahren. Praktisch bedeutet dies, dass diese Armada die gesamte Wasseroberschicht der Ostsee, bis zu 10 Metern und mehr, innerhalb von zwei Wochen einmal ‚umrührt‘. Dies wirkt in der südlichen Ostsee wegen des höheren Verkehrsaufkommens stärker, was den größeren Temperaturanstieg erklären würde. Dass dieser Gesichtspunkt eine Rolle spielt, ergibt sich aus der Tatsache, dass im Jahr 1900 die Vergleichswerte in beiden Gegenden, Gotland und Bornholm, noch um die 4 Grad lagen.   

Da der Mensch im Laufe eines Jahres in die Wassersäulen der Nordsee und Ostsee „rührend“ eingreift, wird über die Sommersaison mehr Wärme in tiefere Wasserschichten und über die Wintersaison wärmeres Wasser aus der Tiefe an die Oberflache gebracht. Dort wird Wärme in die Luft abgegeben, bis es zur Seevereisung kommt. Das ist ein Prozedere, das ungefähr von Anfang September bis Ende März dauern kann.     
       Die diesbezügliche Ausgangslage gilt auch für die Nordsee. Sie hat rund das doppelte Volumen und erhält erhebliche warme, salzhaltige Wassermengen aus dem Nordatlantik. Sie hat daher ein sehr viel höheren Salzgehalt als die Ostsee. Eine Seevereisung ist in der Nordsee deshalb gering und selten.

Die kleine und große Wetterlage am 22. Februar 2015 Einfluss bis nach Chicago?

Europa ist nicht die Welt.  Aber Westeuropa ist das Aufmarschgebiet des Wettergürtels von West nach Ost. Atlantische Tiefdruckgebiete streben ostwärts (Fig.17), es sei denn, kalte kontinentale Hochdruckluft stellt sich dem entgegen. Das sind dann die Winter, von denen man in Europa spricht. Das gelingt besonders, wenn Nord- und Ostsee dem Atlantikwetter wenig Hilfe leisten, weil sie zu wenig Wärme abgeben können oder durch Seevereisung daran gehindert werden. In diesem  Winter sind sie perfekte Gehilfen und halten Kälte aus Sibirien von Europa fern. (Fig. 14-16)      
.          
     Doch je stärker das Atlantikwetter bis über den Ural hinaus die Bedingungen bestimmt, desto weiter wird die winterliche Polar- und Sibirische-Kälte ostwärts verschoben. Das kann sich noch in Alaska, Kanada und vielleicht in den USA bemerkbar machen. Dort war es in den letzten Tagen schon extrem kalt und in der kommenden Woche (22/02 bis 03/02/2015) können Abweichungen vom Mittel bis zu 20 Grad im Minusbereich betragen (Fig.18-19).     
           
    Möglicherweise tragen die warme Nord- und Ostsee zu der großen Kälte in den USA bei. Auch wenn es nur ein kleiner Beitrag sein sollte, wir sollten es aber wissen.

Zusammenfassung
Die Faktenlage ist eindeutig. Der „globale Klimawandel“ kann keinen speziellen Temperaturanstieg in Nordeuropa, weder in Nord- und Ostsee noch darüber bewirken. Jegliche menschliche Meeresnutzung beeinflusst die Temperatur- und Salzgehaltstruktur in der Wasserschichtung von wenigen Zentimetern bis einer Tiefe von 10 Metern und mehr. Deutlich wärmere Winter in Europa sind eine zwingende Folge.

Text und alle Fig. auf: http://seatraining.net/e/4_7.html  

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Autor: Dr. Arnd Bernaerts, Hamburg, Februar 2015 (25/02)



Biography Dr. Arnd Bernaerts

 


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Gliederung

Einleitung
A1
A2
A3
Drei Kaltwinter
B
Winter 1939/40
C1
C2
C3
C4
C5
C6
C7
C8
C9

Winter 1940/41
D

Winter 1941/42
E1
E2
E3
E4
E5
E6

El Niño
F

Abkühlung 1940 bis 1970, Nordatlantik
G1
G2
G3

Beitrag Pazifikkrieg
H

Erwärmung der Arktis
Spur zum 1.WK
I

Ergebnis  - J-

Literaturverz. - K-

Index-Bildnachweis -L- 

 


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 Previous essays:

www.oceanclimate.de


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